giovedì 25 agosto 2016

Ferien - Teil 5 - Čigoć

Wie schon einmal soll nun Čigoć unseren Urlaub retten, die großen Kinder freuen sich - zur Abwechslung mal -, wir Eltern freuen uns auf gemütlich Abende im Garten, die Ruhe und überhaupt - und gleichzeitig sind wir ein wenig besorgt, dass sich da inzwischen einiges rückblickend verklärt haben könnte. Aber erst einmal geht es wieder über seltsame Straße an der Kupa entlang ... dieses mal kann unser Navi nichts dafür, wir beginnen auf einer ganz normalen, gelb eingezeichneten Landstraße, die sich dann abrupt in eine bisweilen auch recht steil ansteigende bzw. abfallende Schotterpiste verwandelt:



In Čigoć angekommen ist Gott sei Dank alle noch wie es vor 4 Jahren war, nur die Enten und Gänse sind verschwunden (aber das hatte mir eine Blog-Leserin letztes Jahr schon mitgeteilt ;-)), wir sind die einzigen Campinggäste - am nächsten Tag kommen noch zwei andere Deutsche dazu -  im Tradicije Čigoč und bauen unsere Zelte auf dem "Campingplatz" auf:







Danach setzten wir uns an einen der Tisch und bestellen Wildgulasch (also miomarito und ich) für immer noch ca. 5 Euro ... es war nicht ganz so gut wie in unserer Erinnerung, aber immer noch wunderbar und wir fallen bald zusammen im den Kindern ins Bett .. äh ... ins Zelt.




Am nächsten Morgen gibt es das tolle Frühstück, von dem wir alle schon geträumt haben ;-), auch wenn es nicht mehr ganz so viel ist wie vor 4 Jahren, der selbstgemachte Frischkäse und das selbstgemachte Pflaumenmus sowie das selbstgebackene Brot sind immer noch einmalig. Zwei Frühstücke reichen auch immer noch, um alle fünf satt zu bekommen - allerdings kann man nicht mehr das Mittagessen ausfallen lassen.



 Danach begutachten wir Tertias Wunde, ich schicke das Bild an meinen Arzt-Bruder und wir beschliessen, dass man sich den Kontrollbesuch im nächstgelegenen (30km!) Krankenhaus sparen kann. 


Danach faulenzen wir herum, spielen Federball, versuchen ins Internet zu kommen ... das WLan ist in etwa genauso entschleunigt wie das ganze Leben in Čigoć - als ich mich einmal zum Lesen auf den Beifahrersitz des Autos setze und in das Fach an der Autotür schau - was sehen da meine Augen?! 
Unseren Haustürschlüssel!!!
Ich habe keine Ahnung, wie der da hingekommen ist, wir haben ganz sicher alle Türen und Fächer ausgeräumt und durchsucht, ich kann mir nicht vorstellen, dass wir den ganzen Schlüsselbund samt Anhänger einfach so am naheliegensten Platz  übersehen haben sollten. Aber egal! Čigoć bewirkt einfach Wunder ;-) 


Tertia und Silencia schauen nach Störchen und Fröschen
(der Zaun ist auch neu gemacht ;-)) 

Hier das Hauptgebäude mit den Hotelzimmern - irgendwann will ich da mal mit miomarito im Herbst/Winter hin



Tertia hilft beim Abwasch der Geschirrs des Mittagessens - das wir im Nachbardorf mit nicht vorhandenem Kroatisch versucht haben einzukaufen ... ging dann aber ganz gut.
Irgendwann entdecken wir aber, dass aus Tertias Wunde doch etwas Blut kommen und beschließen als besorgte Eltern doch noch nach Sisak ins Krankenhaus zur Kontrolle zu fahren. Dort kommen wir in den Genuss ein noch echt sozialistisch aussehendes Krankenhaus erleben zu dürfen (also vom Gebäude her), die Ärztin kann auch etwas Englisch und beruhigt uns, dass alles okay sei. Dann wollen wir den für den Nachmittag geplanten Spaziergang nachholen, werden aber innerhalb von Sekunden von Stechmücken überfallen und kehren schnell wieder zu Zelt und Autan zurück ;-)

(Ein großer Unterschied zu 2012 ist, dass es damals wochenlang unglaublich heiss und trocken gewesen war und die Feuchtgebiete "Lonjsko polje" rund um die Save fast verschwunden waren, dieses Mal ist es 10°C "kühler" und alles ziemlich feucht - ein Freudenfest für Mücken - Gott sei Dank aber nur in den Abendstunden. Apropos kühler, angeblich waren es in Kroaten die ganze Zeit nur 25°C - allerdings hat das nichts mit 25°C in Deutschland zu tun, da laufe ich bei 25°C noch in langen Jenas durch die Gegend und verschwende nicht einen müden Gedanken an Schwimmbad oder ähnliches - in Kroatien hingegen knallt dabei Sonne vom Himmel, das man sich in den Mittagsstunden kaum bewegen möchte und die Luft sirrt vor Hitze. Kein Wunder, dass wir letztes Mal bei 40 °C plus die Segel gestrichen hatten. Und kaum zu glauben, dass wir die 35°C in Čigoć damals als deutlich kühler empfunden haben ...)



Hier Bilder vom Spaziergangversuch



Am nächsten Morgen sieht es so aus: 


Nachts war der Nebel laut miomarito so dicht, dass man kaum die Hand vor Augen hat sehen können. Nach ein paar Stunden verzeiht sich aber der Nebel und die Sonne knallt wieder vom Himmel - miomarito, Tertia und ich machen einen längeren Spaziergang - den gleichen, den wir vor 4 Jahren schon gemacht habe (Link: untere Bilder) - viel mehr gibt es hier auch nicht zu tun, wir treffen auch wieder die Schafe und Kühe - und keine Pferde.





Storch


Kühe

für uns neu sind aber die Sumpfgebiete: 






und immer noch wird der überall wachsende Mais in den Gärten getrocknet 


So, das hört sich jetzt alles super idyllisch an, allerdings haben miomarito und ich wieder keine Sekunde für uns, die Kinder hängen den ganzen Tag auf uns, streiten sich, spielen nicht zusammen und wenn dann Fangen und Prügeln und zwar direkt neben dem "Restaurant", obwohl sie die ganze große Wiese für sich haben und die anderen Gäste genervt sind (und wir ihnen 1000 mal sagen, dass sie in eine andere Ecke des Gartens gehen sollen), wir spielen stundenlang Ping-Pong und Federball mit ihnen, aber nie ist es genug, immer hat der andere mehr, länger, besser usw. es gibt Streit um die Sitzplätze bei Essen, jeder ausgearbeitet Wechsel-Plan wird beim nächsten Wechsel sofort wieder in Frage gestellt und versucht neu auszudiskutieren, ilfiglio hackt auf Silencia herum, Silencia bekommt Motz- und Wutanfälle aus nichtigsten Gründen, unternehmen will von den großen eh keiner was. Einzig Tertia ist umgänglich - allerdings redet sie ununterbrochen und quetscht sich ständig auf den Schoß, hängt am Bein, klettert auf unsere Schultern usw. Vielleicht sollten wir gelassener sein, aber das klappt irgendwie nicht und so wird es mit dem richtige Entspannen und Erholen wieder nicht so wirklich was.


Am Sonntagmorgen packen wir wieder unsere Sachen, nehmen Abschied, wissen, dass wir sicher wieder kommen werden und wollen wie Tertia versprochen noch 2 Tage ans Sandstrand-Meer. 


Leider bekommt dann Silencia beim Einsteigen einen Riesen Tobsuchtsanfall, weil sei a) den Platz wie vorher ausgemacht nicht mit ilfiglio wechseln will und b) ihr Platz voll mit Zeugs sei, so dass sie keinen Platze habe. Als ilfiglio und Tertia ihr anbieten zwei ihrer Kissen abzunehmen, flippt sie komplett aus und schreit ungelogen 20 min vor dem Campingplatz herum. Als ilfiglio dann auch noch schön immer noch mal verbal nachritt, unsere Vermittlung. und Beruhigsversuche mit Lasst mich in Ruhe, ihr ...!!  quittiert werden und Tertia unter Tränen meint, sie möchte lieber nach Hause fahren als noch weiter Tage mit ihren sich ständig steigenden Geschwistern am Meer verbringen - dann kommen mioamrito und ich ihrem Wunsch einfach nach. Und es geht ab nach Hause. 14 Stunden lang ...


2 Stunden verbringen wir rund um die österreichisch-deutsche Grenze bei Salzburg ....

Als wir endlich um kurz nach 1 Uhr zu Hause angekommen freuen wir uns alle auf unsere Betten und ich bin sehr froh, dass wir wieder alle Schlüssel beisammen haben und jetzt nicht auch noch quasi unsere Wohnungstür aufbrechen müssen Miomarito trägt Tertia Oh mein Bett! Wie schön!, ich stecke den Schlüssel in das Schlüsselloch der Haustür, drehe - und nichts passiert. Ich drehe den Schlüssel in die andere Richtung, weil ich mir denke, dass ich vielleicht den falschen Schlüssel habe, aber nein, die Tür war gar nicht abgeschlossen, jetzt habe ich sie verschlossen.  Ich schließe wieder auf, die Tür lässt sich aber nicht öffnen. Tertia fängt an zu weinen Ich will in mein Bett!, mir dämmert langsam, dass unsere Vermieterin die Tür nicht wie sonst abschlossen hat (wenn sie überhaupt mal daran denkt) sondern den vor einigen Wochen - während des 2 wöchigen (!!) Austausch des Haustürschlosses - angebrachten, provisorischen Riegel vorgeschoben hat. Wir komme nicht ins Haus. Wir klingeln, wir klopfen, klingeln Sturm, wir klopfen gegen die Fenster - NICHTS. Wir komme nicht rein. Miomarito versucht sanft die Tür aufzubrechen ... wir überlegen, einen Schlüsseldienst zu rufen, weil wir jetzt garantier keine Lust haben, nach dieser Fahrt auch noch eine Nacht im Auto zu verbringen. Schließlich kommt miomarito eine Idee (die sich fast zeitgleich in meinem Hirn ebenfalls begann sich zu manifestieren ;-)) -- und siehe da - auf die Unzuverlässigkeit unserer Vermieterin ist Verlass. Wir kommen ins Haus - wie wird nicht verraten, weil ich keine Nachnahmer haben möchte und weil es vermutlich auch nicht so ganz 100% legal war - aber besser als Schlüsseldienst oder eine aufgebrochene Haustür.

Schluss. Aus. Ende. Urlaub vorbei. Viel erlebt, wenig Erholung, (aber ein Boot!) deshalb geht es für mich und die Kinder jetzt noch ein paar Tage zu meinen Eltern, während miomarito sich für die nächsten Monate in der Uni einschließen wird, um seine Habilitation zu Ende zu schreiben. 


mercoledì 24 agosto 2016

Ferien- Teil 4 - Cres

Wie schon im Vorfeld vermutet, war die Woche am Gardasee ja nicht so wirklich Urlaub, selbst ganz ohne Bootkauf ist eine Woche dort immer so voll gestopft mit Dingen, die erledigt werden müssen, dass man noch nicht von echtem Urlaub sprechen kann, dazu Freunde und Familie und eben der dann ja doch recht spontane Kauf der Segelbootes ... wir brauchen richtigen Urlaub! Also weiter nach Kroatien.

(Wir haben zum Beispiel kein Wein eingekauft, kein Olivenöl, auf dem Markt waren wir auch nicht, haben nicht nach Schuhen geschaut und Fotos habe ich auch keine gemacht)

Sonntagabend geht es aber mit den Mädels noch schnell ins Nachbardorf auf die Festa di San Rocco, wo wir eigentlich jedes Jahr - wenn wir da sind - hingehen und leckeres Risotto al Tastasal essen. Dieses Mal allerdings nur recht kurz, weil wir ja am nächsten Morgen zügig los müssen und wegen des ausgiebigen Segelns natürlich noch nicht gepackt haben.

Am Morgen also eher hektisches Packen und wie sich nachher herumstellen wird, sind neun anwesende Leute für mich doch zu viel, um den Überblick zu behalten, so dass wir diverse Proviant-Sachen und die Hälfte meiner Klamotten liegen lassen ...

Wir lassen uns einfachheitshalber vom Navi auf schnellstem Weg nach Kroatien leiten, was bisweilen zu einer interessanten Streckenführung führt, die erste unglaublich steile Straße bekommen wir gleich am Lago serviert, sie ist so steil und eng, dass ich vergesse Fotos zu machen und wir uns schwören, das nie wieder als Abkürzung zu benutzen - und wir sind da sonst nicht zimperlich (es war tatsächlich eine Abkürzung, sonst hätten wir vermutlich über eine Stunde im Stau gestanden, weil zu den üblichen Gardasee-Urlaubern natürlich noch die italienischen Tagestouristen zu ferragosto an den See kamen und eigentlich nichts mehr ging). In Istrien geht es dann auch auf kleinen Sträußchen mitten durch bis zur Fähre im Süden:


irgendwo in Istrien


Endlich, das Meer


ilfiglio auf der Fähre


Silencia auf der Fähre


So schön blau hier!


die Hauptstraße der Insel - hier irgendwo nach der Fähranlegestelle im Norden


weiter, weiter Richtung Süden und Campingplätze


Das Problem war ein wenig, dass man auf Cres und der angrenzenden Insel Lošinj - eigentlich war das mal eine Insel, die Römer haben dann aber einen Mini-Kanal durch die Insel gegraben und damit waren es zwei Inseln, die heute durch eine kleine Drehbrücke verbunden sind - also ich konnte für August keinen Platz auf einem der Campingplätze reservieren und dazu kam, dass wir längst nicht so zeitig vom Lago aufgebrochen waren, wie es eigentlich nötig gewesen wäre, dann mussten wir doch recht lange auf die Fähre warten und nun ja ... es wurde knapp. Der erste Campingplatz war uns zu groß, der zweite war bis in die letzte Ecke voll belegt, die Sonne ging unter und langsam wurde es dunkel ... schließlich gab's doch noch ein Plätzchen für uns, ganz im Süden von Cres, bei Osor, ein eigentlich voll belegter Campingplatz, auf dem wir aber hinten in einer sehr ruhigen Ecke noch genügend Platz für unsere zwei Zelte samt Auto fanden.


Aber die großen Kinder fanden den Platz doof, und am nächsten Morgen das Meer (salzig, nicht das offene Meer, keine großen Wellen) und den Strand und letztes Jahr war alles viel besser, wo ist der Pool und der Sandstrand, die Mini-Disko war doof, die Kidsspiele auch und wer sei eigentlich auf die bescheuerte Idee gekommen, hier Urlaub zu machen und auf diesen blöden Zeltplatz zu gehen. 


Der doofe Strand


mit doofem verfallenen Kloster im Hintergrund
(wie cool ist das denn?!)

Am späten Nachmittag - nachdem wir versucht haben gemeinsam Tischtennis zu spielen, wobei aber jedes Kind immer beleidig und motzig war, weil es nicht mit dem gewünschten Partner oder wenn dann aber nur viel zu kurz spielen "durfte" und überhaupt, alles ungerecht und gemein und doof -  ging's ins Örtchen Osor, das früher einmal ein Bischofssitz war, heute aber kaum noch Bewohner hat und auch in der Hochsaison recht verschlafen aber sehr schön wirkt. 






überall anzutreffen: der Venezianische Löwe 


Wir setzen uns in ein .. äh ... das Café auf dem Dorf-Platz, die Kinder strapazieren unsere Nerven unglaublich, streiten sich ständig und motzen nur herum - dann geht es weiter in den kleinen Dorf-Laden zum Abendessen-Einkauf. Und mit Sonnenuntergang wieder zurück auf den Campingplatz.


Am nächsten Tag machen wir uns auf die Suche nach einem nicht so blöden Strand ... was immer das sein soll ... ich finde sogar Hinweise auf einen Sandstrand ... vorher fahren wir aber noch zum Picknick-Machen in ein kleines Städtchen namens Nerzeine, der erste Ort auf den anderen Insel. Hier gibt es auch eine Art Strand, dieses Mal Fels statt Steine und eine richtige "Schwimmbadleiter" ins Wasser. Wir essen und baden - wollen dann weiter - noch eine Runde schwimmen bitte! 




Und plötzlich schreit Tertia auf, hält sich das blutende Bein, wir Eltern springen herbei und werfen einen Blick auf die klaffende Wunde - okay, Arzt, wir brauchen einen Arzt! Der neben dem "Strand" liegende Campingplatz hat keinen Arzt, wir fragen uns weiter durch, die weinende und blutenden Tertia auf miomaritos Arm, ein junger Amerikaner spricht uns an, er wohne neben dem Arzt und zeigt miomarito den Weg, während ich die großen Kinder und unser Zeug einsammle. Wie sich dann herausstellt, ist der Arzt bis 18 Uhr geschlossen ... wir haben 14 Uhr. Super! Wir packen also alle in unser Auto, erkundigen uns nach dem nächsten Krankenhaus und machen uns auf den Weg ins 20 km entfernte Mali Lošinj. 

Tertia hat sich inzwischen beruhigt, die Wunde blutet nicht mehr, miomarito und ich machen schon wieder Witze (über befreundete Eltern, die mit ihrem Kleinkind keinen Urlaub in Skandinavien machen wollten, weil es dort keinen Kinderarzt in der Nähe gäbe ... Anfänger! ;-)) und werden nur noch einmal etwas hektisch als es darum geht, in dem Städtchen das Krankenhaus zu finden bzw. durch die engen Gässchen mit den doch vielen Touristen zum Krankenhaus zu fahren.

Dort treffen wir auf eine nette Ärztin und eine nette Krankenschwester mit denen wir uns auf deutsch, italienisch und englisch (und drei Brocken kroatisch) durcheinander unterhalten, die Ärztin beschließt, dass die Wunde nicht so tief sei, dass man sie nähen müsste - wir sind zunächst etwas skeptisch, lassen uns dann aber davon überzeugen, das Nähen ausfallen zu lassen - und Tertia wird mit viele Strips zusammen geklebt. Wir vier Erwachsene machen uns inzwischen einen Spaß daraus, jedes Wort auf allen vier Sprachen zu sagen und so haben alle gute Laune als wir wieder zu den im Auto wartenden großen Kinder kommen. Allerdings ist eines klar. Baden ist für Tertia erst einmal gestrichen - und wir sollen sie ruhig halten *muahaha*


Zum Trost gibt es dann erst einmal eine Runde Eisbecher für die Kinder - die sie dann nicht essen ... -  am Hafen. Miomarito und ich sinnieren inzwischen über Urlaub alleine und mit dem Segelboot in Kroatien nach. Muss man auch, wenn man die vielen Segelboote in den Hafen ein und ausfahren sieht - und sich die großen Kinder ständig streiten bzw. ilfiglio ständig auf Silencias herumhackt, wie dumm sie doch sei (und wir im Zweifelsfall auch).





Mali Lošinj wirkt ein bisschen wie ein deutlich geschrumpftes Split - nur ohne römischen Palast, wir müssen aber wieder zurück zum Zeltplatz, gehen noch schnell Abendessen einkaufen und überlegen uns leicht verzweifelt, wie wir a) Tertia ruhig halten sollen und b) den weiteren Urlaub verbringen sollen, wenn die Arme nicht ins Wasser darf. 

Während des Abendessens stellt sich also die Frage, was tun? Wir sind in Kroatien: Wo könnten wir hinfahren - und somit Tertia zumindest einen Tag ruhig halten - wo es keinen Strand gibt und trotzdem schön ist? Genau! Da gibt es eigentlich nur eine Lösung, die Lösung für verkorkste Urlaube und überhaupt alles doofe wenn man schon mal in Kroatien ist - wir fahren nach Čigoć!! (wir hatten alle vier diese Idee :-))

Am nächsten Tag packen wir zusammen, miomarito, Tertia und ich schauen uns noch schnell Cres (die Stadt) an, weil wir vermutlich erst einmal nicht mehr hier her kommen werden. Cres gefällt uns sehr gut, aber weil wir die Fähre um 13 Uhr erreichen wollen, müssen wir uns beeilen und flitzen nur einmal schnell durch die Gässchen: 






Dann geht es schnell, schnell weiter zur Fähre ... die ohne uns abfährt. Nicht weil wir zu spät gewesen wären, sondern weil nicht alle Autos auf die Fähre passen ... 1,5 Stunden warten in der prallen Sonne ... super!


Die Fähre von Cres nach Krk - ohne uns!


lange Schlange für die Fähre, zwischendurch bekommen wir (also vor allem ich) Panik, dass wir es vielleicht auch nicht auf die zweite Fähre schaffen ...


Es wird zwar knapp, aber wir schaffen es auf die zweite Fähre und verabschieden uns fürs erste vom Meer (geplant ist, nach ein paar Tagen in Čigoć noch für zwei Nächte an die Adria zu fahren, nach Grado, wo die Kinder unbedingt hin möchte und wo es dann Sandstrand gibt - und Tertia notfalls auch im halbtrockenen Sandburgen bauen kann)


Aber jetzt erst einmal Čigoć!

P.S.: Der schon seit längerem vermisste Schlüsselbund Nr. 2 fiel übrigens beim ersten Öffnen der Picknick-Tasche aus einer kleinen "Nebentaschen" - und sage wir es mal so, auch wenn die gesamte Familie mir das Verschwinden dieses Schlüssels angelastet hatte, ich hatte ihn da nicht hinein. Im Klartext bedeutete das: Wir hatten jetzt immerhin wieder einen richtigen Wohnungstürschlüssel - allerdings mit altem Haustürschlüssel (es gab vor wenigen Woche ein neues Hasutüschloss, weil der Sohn unserer Vermieterin das geschrottet hatte)