domenica 22 gennaio 2017

*brrrrr*

Es ist kalt. Sehr kalt. Und das ja jetzt schon etwas länger. Und unsere Wohnung ist nicht so wirklich ... winterfest. Also normalerweise schon und wir sind ja seit Italien (weil eher gar keine Heizung) auch abgehärtet bzw. es gewohnt, dass man eben im Winter auch drinnen einen Pulli mehr anzieht, aber Minustemperaturen über mehr als eine Woche sorgen dafür, dass insbesondere nachts, wenn es deutlich unter -10°C geht, unsere zwei Ölöfen und die diversen Stromheizungen bzw. Ölradiatoren nicht mehr gegen die Kälte ankommen (die Nachtspeicherheizung der Küche ist zum Beispiel nach der Hälfte des Tages leer - und in der Küche herrschen dann mollige 14°C)
Also noch einen dritten Pulli und wenn ich ehrlich sein soll, die letzte Woche habe ich trotzdem gefroren, immer - nur im Bett nicht. Und im Bad - da kann man nämlich die Elektoheizung schön aufdrehen und so sassen Tertia und ich morgens gerne mal eine Runde im Bad, wärmten uns auf und schimpften auf die blöde Kälte. Tagsüber ab 11 Uhr wird es ein bisschen besser wenn die Sonne in die Zimmer scheint, sobald die Sonne aber wieder weg ist, kriecht die Kälte wieder unerbittlich aus allen Ecken. (Zusammen mit den Spitzmäusen, für die unser Haus natürlich mollig warm ist im Vergleich zu dem Leben draußen)

Tertia friert auch draußen entsetzlich, egal wie warm man sie einpackt:



Jetzt bin ich mal gespannt, wie das nächste Woche weiter geht, die Wettervorhersage verspricht ja gegen Ende der Woche angeblich ein oder zwei Grad über Null als Höchsttemperatur, allerdings bleibt es nachts ja weiter  bitterkalt - und ich bin mir nicht sicher, ob unsere Wohnung nicht doch noch weiter auskühlt ... vielleicht muss man doch noch mal einen Ölradiator kaufen ... 

Ansonsten eher gemütliches Wochenende, ich bin ja durch eine Verkettung seltsamer Umstände jetzt ... d.h. ab März im Vorstand des dörflichen Sportvereins (Öffentlichkeitsarbeit ...) und hatte am Freitagabend ein Vorab-Treffen mit altem und neuen Vorstand und dabei stellte sich heraus, dass ICH selbst auch noch dem Sportverein beitreten muss ... weil ich sonst nicht in den Vorstand gewählt werden kann ... als nächstes bitte anonyme Großstadt ;-)  ... viel Latein-Lernen für ilfiglio, die Mädchen waren heute beide auf einem Geburtstag, miomarito gestern an der Uni, miomarito und ich gestern Abend mit einem Freund mit Dorf-Gasthof und demnächst werde ich mich bald ans Abendessen machen: Pasta alla vodka :-)

venerdì 20 gennaio 2017

Stand der Dinge

Neben der Tatsache, dass ilfiglio und die Schule ein Riesenproblem sind und dass über unseren Häuptern zum zweiten Mal innerhalb von 2 Jahre eine Räumungsklage schwebt, treibt uns ja auch noch die Frage um: Wo findet miomarito seinen neuen Job? Miomarito bekommt noch bis zum Herbst für seine Forschungen Geld von der DFG und schreibt gerade seine Habilitation zu Ende. Danach braucht er was neues.

Also schauen wir gemeinsam nach neuen Stellen, von denen es nur sehr wenige gibt, von freien Professuren wollen wir gar nicht erst reden, da gibt es eh nichts, also irgendeine einigermaßen passende Stelle - die alle natürlich auch wieder nur auf ein paare Jahre befristet sind. Was man aber ja  weiß bzw. schon immer gewußt hat, da jammert man jetzt nicht ernsthaft drüber (ich lache nur hin und wieder laut auf hin, wenn ich dann in Spiegel, Zeit oder sonst wo lese, wie die befristeten Stelle ja dafür sorgen, dass Menschen im Uni-Betreib die Familienplanung so lange nach hinten schieben, bis sie sich nicht mehr von befristeter Stelle zu befristeter Stelle hangeln müssen - Warmduscher, allesamt ;-))

Also bewirbt sich miomarito, grob gesagt - und ohne ins Detail zu gehen - in ganz Europa; in den USA bisher noch nicht, aber da gab's bisher auch keine Stellen, so dass wir nicht ernsthaft darüber nachdenken mussten, ob wir das machen wollen oder nicht. Jetzt freut das natürlich tief im Innern mein Abendteuerer-Herz, aber .. genau .. da war doch noch was ... drei Kinder, die wir inzwischen unser Eigenen nennen, und die man nicht so einfach einpacken und mitschleppen kann. Also Deutschland, deutschsprachiges Ausland und Städte, wo es eine deutsche Schule gibt.

(Das allererste - ganz ehrlich gesagt - was miomarito und ich immer nachschauen, wenn es eine neue eventuell in Frage kommende Stelle gibt, ist, wie lange man von dort an den Lago braucht. )

In Deutschland ist es so, dass es, wenn es eine Stelle gibt, diese natürlich in eine Uni-Stadt ist. Ist das dann noch eine weiter entfernte Uni-Stadt, dann bedeutet das Umziehen mit der gesamten Familie. Wenn man in letzten Jahre Zeitung gelesen hat, weiß man aber auch was das in Sachen Wohnungsmarkt bedeutet: es gibt dort schlichtweg keine bezahlbaren großen Wohnungen - zumindest in den alten Bundesländern. Das würde bedeuten, dass ich den eh schon rebellierenden Kinder klar machen müsste, dass sie nicht nur ihre alte Heimat und ihre Freunde verlassen müssen, nein, sie dürfen sich dann auch wieder Zimmer teilen (Mord&Totschlag sind vorprogrammiert). Und ich könnte auch nicht mehr wirklich arbeiten, weil es 6-Zimmer-Wohnungen oder entsprechende Häuser in diesen Gegenden überhaupt nicht in bezahlbar gibt - was wiederum bedeutet, dass wir uns am Ende noch weniger Wohnfläche leisten können. Supi. Etwas aus der Thematik raus dachte ich, naja, zieht man halt etwas raus aus der Stadt. Das ist dann aber je nach Stadt so verdammt weit draußen, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, da zu leben (ich meine, wir reden da vom platten Land und stundenlangen Pendelzeiten).
Dann gibt es auch noch die Überlegung, was ist, wenn miomarito dann nach .. sagen wir drei oder vier Jahren wieder eine neuste Stelle suchen muss und ilfiglio *Inschallah* da dann kurz vor dem Abitur steht - bleibe ich dann alleine mit den Kindern in dieser vermutlich ja immer noch eher fremden Stadt - gibt es Städte wo ich mir das vorstellen kann? Was ist, wenn es eine Stadt ist, wo wir  weder gute Freunde noch auch nur ansatzweise irgendwie Verwandtschaft in der Nähe haben (mit Nähe meine ich 2-3 Stunden Fahrzeit). Will ich das? Allein mit den drei?

So, dann Ausland, reizt mich ja immer, da habe ich dann neulich mal geschaut, was die deutsche Schule so kostet ... und hoffe inständig, dass das die Preise für reichen Diplomaten-Kids sind, die da auf den Seiten stehen und nicht für arme Geisteswissenschaftler-Kinder (man kann wohl einen "Discount" bekommen, aber weil wir uns ja nur mal vorab informieren wollen, ohne schon etwas konkretes in der Hand zu haben, fragen wir da jetzt noch nicht direkt nach). Wären die Kinde kleiner, könnte man es ja durchaus mit einer Einheimischen-Schule versuchen, aber das wäre für die großen Kinder jetzt wirklich eine Nummer zu heftig. Also deutsche Schule. Manch ein europäischer Wohnungsmarkt hat freundlicherweise (also für uns freundlicherweise) in den letzten Jahren deutlich gelitten und so wären da plötzlich Wohnungen erschwinglich, die groß sind und tatsächlich am Rande  der Stadt liegen und nicht am A*** der Welt. Das reizt natürlich.

Was ich im Moment noch komplett ausblende, ist die Tatsache, das miomarito ja noch überhaupt keine Zusage hat, dass ich keine Ahnung habe, wie man dann in Deutschland aus der Entfernung eben nicht nur eine Wohnung sondern auch eine passende Schule findet, wie man einen echten Umzug ins Ausland organisiert (mit eben mal alles unnötige bei den jeweiligen Eltern deponieren und alles überlebensnotwendige ins Auto stopfen, dann nach Italien zu fahren und dort in innerhalb einer Woche vom Hotel aus eine Wohnung zu finden und anzumieten ist irgendwie nicht mehr so ganz die Option - hat damals aber gut geklappt ;-)) und überhaupt ... wie bekomm ich die Kinder dazu, das alles nicht ganz schrecklich zu finden - ilfiglio hat neulich am Rad gedreht, weil wir - nicht ganz ernst gemeint - gesagt hatten, wir ziehen einfach nach Neukölln in die Nähe von Freunden, da ist es bestimmt nicht so teuer, und miomarito pendelt dann in die überteuerten Unistädte (oder so) - worauf uns ilfiglio mehrere Tage lang detailliert den Polizeireport Neukölln vorgelesen und uns für wahnsinnig erklärt hat. Silencia möchte natürlich gar nicht weg, Tertia versteht das alles noch nicht so ganz. Miomarito möchte auch eher nicht weg, ich scharre mit den Hufen - wenn es nicht die 4-Zimmer-Wohnung am A*** der Welt wird. Am Ende werden wir natürlich alle froh sein, wenn miomarito überhaupt eine Stelle bekommt - bis dahin bekomme ich aber bestimmt noch wöchentlich einen Nervenzusammenbruch.

mercoledì 18 gennaio 2017

Dorf-Upgrade

Unser Dorf hat Anfang dieses Jahres ein Upgrade verpasst bekommen - einen Friseur. In der zum letzten Jahr oder so aufgegebenen Bank-Filiale. In einem Dorf, das nur an zwei Tagen halbtägig einen Bäcker hat (bzw. demnächst dann auch hatte, weil der Bäcker den Verkauf aufgibt) und wo man inzwischen in die Stadt fahren muss, um Geld vom Automaten zu bekommen ... da mag das zwar seltsam erscheinen, dass ausgerechnet ein Friseur hier auf macht - aber ich finde es toll.

Die Preise ist äußerst zivil, am Mittwochnachmittag können Männer und Kinder ohne Termin vorbei schauen, Frauen müssen wohl einen Termin ausmachen, aber da ich eh kein begeistertes Friseur-Gänger bin, spielt das eine eher untergeordnete Rolle. Tertia wollte unbedingt so schnell wie möglich zu diesem Friseur, zwar möchte sie sich die Haare wie Rapunzel wachsen lassen, aber so alle gleich lang, Mama .. wie nennt man das noch mal?! Spitzen schneiden, gell? das wollte sie dann doch.
(Ich muss ja immer schauen, dass die Kinder einigermaßen fotogene Frisuren haben, damit mir dann von den Agenturen nicht die Bilder auf Grund von schlechten Haarschnitten abgelehnt werden).

Also gingen Tertia und ich heute - am Kindertag -  zum Friseur. Und trafen gleich mal das halbe Dorf. Und liessen dann Tertia die Spitzen schneiden. Silencia wollte natürlich auch zum Friseur, aber selbstverständlich ohne mich - wie peinlich wäre das auch. Also ging sie zusammen mit ihrer Freundin - nachdem ich ihr per WhatsApp versichern musste, dass wir bereits auf dem Weg aus dem Laden heraus waren. Und hat jetzt auch wieder eine gescheite Frisur. Nächsten Mittwoch schicke ich dann ilfiglio.

Ansonsten brüte ich über einem Blog-Post zum Thema Zukunft und wie einfach früher alles war, als man noch keine Kinder hatte und einfach seine ganzen Sachen in ein Auto packte, lustig losfuhr und sich sicher war, schon irgendwas zu finden, wo man dann die nächsten Jahre leben würde.

P.S: Silencia beschwerte sich übrigens über den Friseur, weil sich die Damen dort nicht mit ihr unterhalten hätten. Worauf ilfiglio und ich nur fassungslos und synchron meinte: Aber das ist doch toll! und dann gemeinsam feststellten, dass wir anscheinend beide nichts nerviger finden, als sich mit Friseuren unterhalten zu müssen. Mein Sohn ;-) (ich bin deshalb auch jahrelang nicht zum Friseur gegangen, sondern habe mir die Haare immer von meiner Mutter schneiden lassen)

lunedì 16 gennaio 2017

Lobhudelei

Meine Agentur war so nett, ein hübsches Porträt über mich und meine Arbeit zu schreiben, den Link dazu gibt es auf den Seiten der Shootingqueens - wen es interessiert. Außerdem übernehme ich diese Woche den Instagram-Account der Agentur  (in Wirklichkeit haben wir schon vor 2 Wochen Bilder ausgewählt und ich meinen Senf dazu gegeben, aber so klingt es natürlich cooler ;-) )

sabato 14 gennaio 2017

Lektüretip

Heute mal wieder ein Lektüretip in Sachen Kinder- und Jugendliteratur, d.h. es ist ein Tip für genau die Übergangszeit von Kinder- zu Jugendliteratur. Ich finde es nämlich derzeit ziemlich schwierig, für Silencia passende Lektüre zu finden. In unsere wirklich guten Buchladen vor Ort werden die Bücher in ab 9 und ab 12 eingeteilt und irgendwie habe ich das Gefühl, dass Silencia Bücher ab 9 innerhalb weniger Stunden so nebenbei inhaliert hat, während die Themen von ab 12 oft einfach noch meilenweit von ihrer Lebenswelt entfernt sind. Klassischerweise - so nehme ich an - würden hier die Fantasy-Romane ins Spiel kommen, aber genauso wie ilfiglio schüttelt sich ja auch Silencia nur angewidert und weigert sich komplett da auch nur irgendwas mal anzulesen.

So habe ich mich vor Weihnachten sehr gefreut, als ich über dieses Buch stolperte:


Die Geschichte spielt in einem englischen Internat der 30er Jahre des letzten Jahrhundert, die beiden 13 jährigen Schülerinnen Daisy Wells und Hazel Wong, die eine blaublütig, die andere aus Hongkong kommend, untersuchen ganz im Stile Agatha Christies bzw. Sherlock Holms und Dr. Watsons einen Tod (oder war es Mord?!)  an ihrer Schule.  
Silencia mochte das Buch sehr, hat es verschlungen, obwohl die Sprache und das Setting nicht ganz so einfach zu sein scheinen, aber ich denke, Eva Ibbotson hat mir ihren Bücher da schon etwas Vorarbeit geleistet (Maia oder Als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf und Annika und der Stern von Kazan  - okay, englische 1910er Jahre, aber für eine 10jährige aus dem 21. Jahrhundert schon sehr ähnlich). Jedenfalls wird es Silencia freuen, dass das ganze eine Reihe ist, in England sind bereits fünf Bücher erschienen, in Deutschland kommt im Februar der 2. Band (Teestunde mit Todesfall) auf den Markt. 

venerdì 13 gennaio 2017

Vom Winde verweht

Eigentlich wollte ich endlich mal wieder etwas bloggen, die Woche flog nur so vorbei, aber gestern Nacht flog uns auch gefühlt das Haus um den Kopf und so bin ich heute einfach nur müde.

Irgendwelche Schäden hat das Sturmtief nicht angerichtet, wirklich schlimm war es hier in der Gegend auch nicht, das bedeutete aber leider nicht, dass es hier bei uns im Haus ruhig blieb. Im Gegenteil, die Fensterläden klapperten, der Ofen heulte, die Fenster zitterten, der Regen klatschte gegen die Fensterscheiben und der Wind heulte um die Ecken. Bisweilen lagen zwei Kinder bei uns im Bett, so richtig schlafen konnte niemand und mir spukte der Gedanke im Kopf herum (mal abgesehen von: oh Mist, den Tag morgen kannst du wohl eher vergessen), dass sich in unserem Hof gerne mal Windhosen bilden und in den 70 Jahren mal das ganze Haus von einem Sturm abgedeckt wurde (und nicht zu vergessen unser tolles Hagelerlebnis vor 3,5 Jahren ...). Ich glaube, wir freuen uns alle auf heute Abend.

Ansonsten wäre ich mal wieder mit dem Winter durch, ein paar Tage echten Schnee (das will hier ja schon was heissen und das hat man auch nicht jedes Jahr), Schlittenfahren waren wir auch, Weihnachten und Silvester sind ebenfalls durch ... also ... von mir aus darf jetzt gerne der Frühling kommen ... tut er ja aber nicht ... sondern die nächste Woche steht wohl Dauerfrost an ... aber immerhin kann ich mich auf die Osterferien freuen, denn spätestens Ende April werden die Boote beim Segelclub wieder ins Wasser gelassen und davor müssen wir unser Segelboot putzen und den Rumpf neu mit Antifouling anstreichen. Also "müssen" wir in den Osterferien runter :-)  (noch 3 Monate ... wobei man noch erwähnen sollte, dass es heute auch am Lago richtig geschneit hat ... also auch nicht besser ist)

P.S.: Passend dazu kamen gerade eben 3 Pakete voll mit Bootszeugs (ein Fass ohne Boden ...)


Rettungswesten für alle Mitfahrer


Silencias testet schon mal


und hier das Antifouling
(Dinge, von denen ich vor wenigen Monate nicht wusste, dass es sie gibt)